Blick hinter die Kulissen

Als “Kulissen” sind nicht die beiden Bilder gemeint. Diese zeigen nämlich im Überblick einen Großteil des derzeitigen Bestandes unseres Archivs. Unschwer ist zu erkennen, dass bald nicht nur der Platz zu eng wird, sondern dass auch die Last für manche Fachböden zu groß wird.

Daher ist seit einigen Monaten ein Planungsprozess in Gang, um das Stadtarchiv auf den Stand zu bringen, der den Erhalt des – über Jahrhunderte gewachsenen und bewahrten – reichen Schatzes an Kulturgut auch für die Zukunft sichert.

Führung durch den Langenloiser Friedhof

Große Resonanz fand das Angebot eines geführten Rundganges durch den Langenloiser Friedhof mit Mag. Dorli Demal im Rahmen des “Langenloiser Herbstes”. Sie führte zu den Gräbern einiger Langenloiserinnen und Langenloiser sowie zu den Grabstellen bekannter Persönlichkeiten und erzählte Interessantes aus deren Leben.

Einen Bericht dazu gibt es auf der Homepage der Stadtgemeinde.

Weiters gibt es auf der Homepage der heraldisch-genealogischen Gesellschaft ADLER
zahlreiche Fotos von Grabsteinen auf dem Langenloiser Friedhof.

Partensammlung wurde digital erfasst

Eine Fundgrube nicht nur für Familienforscher ist die Partensammlung des Stadtarchivs, die aus über 5000 Parten besteht.
Im Sommer 2020 wurden sämtliche Parten des Bestandes digitalisiert und tabellarisch erfasst.

Auf der Homepage kann unter dem Menüpunkt PERSONEN / PARTENSAMMLUNG Einblick in diese Liste genommen werden, und zwar entweder alphabetisch geordnet oder chronologich gereiht.

Die Originale bzw. deren Scans können auf Wunsch und nach Vereinbarung im Stadtarchiv eingesehen werden.

Forschungstätigkeit im Stadtarchiv

Wieder einmal war eine Gruppe von Student*innen der Universität Wien zu Forschungszwecken im Langenloiser Stadtarchiv. Diesmal ging es um das spezielle Thema “Ehescheidungen ab dem 16. Jahrhundert”, geleitet von Frau Univ. Prof. Dr. Andrea Griesebner. (siehe “Ehen vor Gericht”)

Mit Hilfe des Archivteams wurden die vorhandenen schriftlichen Register und Indizes durchsucht.
Die Studentinnen vertieften sich einen Tag lang in die Testamenten-Bücher, Inventurs- und Verlassenschaftsabhandlungen sowie die Ratsprotokolle des 16. und 17. Jahrhunderts aus dem wertvollen Bestand des Langenloiser Archivs.

Präsentation der Urkundensammlung

Im Arkadensaal präsentierte das Team des Langenloiser Stadtarchivs die digitalisierte Urkundensammlung. Vor einem Jahr wurden die jahrhunderte alten Dokumente ans Tageslicht geholt, eingescannt und wieder sorgfältig verwahrt. Die Digitalisation erfolgte mit Hilfe des Diözesanarchivs St. Pölten, und seither stehen die Urkunden im Internet zum Download bereit.

Richard Loimer führte durch das Programm und Dr. Aigner – als Direktor des Diözesanarchivs und Präsident der Vereinigung ICARUS – schilderte in seinem Vortrag die Möglichkeiten und Visionen der digitalen Vernetzung internationaler Archive.

Ing. Erwin Hörmann und Mag. Johann Ennser stellten einige der wertvollen Urkunden vor und erläuterten deren Bedeutung für die Stadtgeschichte von Langenlois.

Das Duo Bettina Amon (Dudelsack) und Sigrid Geitzenauer (Akkordeon) boten der Veranstaltung die passende musikalische Umrahmung.

Link zum VIDEO-FILM über die Präsentation.      filmstreifen

Nach den Vorträgen konnten die interessierten Besucher einige der bedeutendsten – in einer Vitrine ausgestellten – Urkunden im Original bewundern. Eine Zusammenstellung von Faksimile-Drucken samt Erläuterungen bot den Betrachtern die Gelegenheit, bei einem kleinen Imbiss und Langenloiser Wein sich im Lesen der alten Texte zu versuchen und die zugehörigen Transkriptionen zu studieren.

Die Schautafeln mit den Faksimile-Drucken sind ab sofort und bis auf Weiteres im Langenloiser Rathaus zu besichtigen.

 

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Besuch vom NÖ Landesarchiv

Am 18. Oktober 2016 besuchten Frau HR Dr. Langer-Ostrawsky und Frau Mag. Dr. Christa Gattringer vom NÖ Landesarchiv St. Pölten unser Stadtarchiv in Langenlois.
Fr. Dr. Langer-Ostrawsky würdigte die wertvolle, über viele Jahre schon geleisteten Arbeit der Stadtarchiv-Mitarbeiter und kennt auch die im Jahr 2015 frei geschaltete Website des Stadtarchivs.

In freundschaftlichem Gespräch konnte das Archivteam einige der verwahrten Bücher und Urkunden präsentieren. Für die zukünftige Arbeit im Archiv gab es Tipps und Hinweise, für die wir uns auch auf diesem Wege herzlich bedanken möchten.

Beim Niederösterreichischen Archivtag am 4. November in St. Pölten wird auch heuer wieder das Stadtarchiv Langenlois vertreten sein.

Schüler zu Besuch im Archiv

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Zwei Klassen der Neuen Mittelschule Langenlois besuchten in der letzten Schulwoche mit den Oberlehrerinnen Margot Fasching (am Foto links hinten) bzw. Ingrid Paschinger das Stadtarchiv. Die Schülerinnern und Schüler waren von den schweren, jahrhundertealten Büchern beeindruckt und versuchten, die sorgfältig mit der Hand geschriebenen Einträge zu entziffern.

Erwin Hörmann vom Archivteam zeigte einige alte Urkunden und erläuterte die Vorgangsweise der Digitalisierung von Archivgut. Besonderen Eindruck hinterließ bei den interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, diese Digitalisate im Internet betrachten und in Ruhe durchsuchen zu können.  Für die junge Generation war dieser Besuch sozusagen eine Unterrichtsstunde über Heimatgeschichte zum “Angreifen”.

Blick hinter die Kulissen der Homepage

Die Menüstruktur der Homepage des Stadtarchives Langenlois umfasst derzeit 76 Seiten, welche über das Hauptmenü direkt aufrufbar sind. In den Downloadbereichen stehen pdf-Dateien mit einigen Tausend Seiten zur Verfügung, um beispielsweise in alten Ratsprotokollen blättern zu können oder Artikel über die Stadtgeschichte nachzulesen. Verschiedene Tabellen bieten einen Einblick in den Urkundenbestand des Stadtarchives oder ermöglichen ein Recherchieren in den bis zu 200 Jahre alten Häuserverzeichnissen des Stadtgebietes.

Seit nunmehr vier Monaten stehen diese Informationen auf der Homepage zur Verfügung. In dieser Zeit konnten mehr als 1.000 Besucher gezählt werden, die in Summe über 10.000 Seiten aufgerufen und durchstöbert haben. Die meisten Besucher kamen natürlich aus Österreich und Deutschland. Aber auch aus zahlreichen anderen EU-Ländern sowie den Vereinigten Staaten gab es Besuche. Insgesamt wurde unser “Virtuelles Stadtarchiv” von 26 Staaten weltweit erreicht, unter anderem aus China, Japan, Südamerika und Australien!

Mittlerweile gibt es Vernetzungen mit internationalen Plattformen: Unsere digitalisierten Urkunden stehen auf der Homepage des “Virtuellen Archives MONASTERIUM” zur Ansicht bereit. Wer sich dafür interessiert und die bis zu 700 Jahre alten, fein säuberlich handgeschriebenen Dokumente betrachten oder studieren möchte, der wird unter diesem Link fündig: http://monasterium.net/mom/fonds