Jahrhunderte alt – und endlich neu

Fast drei Jahre dauerte es von der ersten Idee für eine Ausstattung unserer Archivräume mit neuen Regalen – von den Entwürfen über die Detailplanung, von der Beschlussfassung über die Finanzierung – bis hin zu den Montagearbeiten und der neuen Einordnung aller Archivalien. Aber nun ist es soweit, und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Die Architektur des etwa 90 m2 großen Raumes mit zwei Granitsäulen und schlichten verputzten Kreuzgewölben harmoniert ausgezeichnet mit den modernen grauen Regalen, deren dunkelgrün gefärbte Stirnseiten einen gelungenen Akzent setzen.

Besonderer Wert wurde auf die übersichtliche Unterbringung der wertvollen, bis zu 400 Jahre alten Bücher gelegt. Durch die Erneuerung der Regalwände hat der – über die Jahrhunderte gewachsene und bewahrte  – Schatz an Kulturgut einen würdigen Rahmen gefunden, und gleichzeitig konnte Platz für zukünftige Neuzugänge geschaffen werden.

Fast geschafft

Im dritten Arbeitsabschnitt werden quer zur Längsachse des Raumes parallel gestellte Regalwände errichtet. Diese sind 1,80 m hoch und bieten freien Blick auf das Gewölbe, wodurch die besondere Architektur des Raumes gut zur Geltung kommt. Hier ist Platz für Archivkartons und Schachteln sowie Ordner und Mappen, und hier bleibt ausreichend leere Stellfläche für Neuzugänge.

Zwei an den Stirnseiten aufgestellte Schubladenkästen dienen einerseits zur liegenden Aufbewahrung größerer Formate und andererseits als kurzfristige Ablagefläche beim Stöbern und Recherchieren in den Archivalien.

Es folgt die nächste Hürde

Der zweite Arbeitsabschnitt beim Umbau ist der heikelste und umfangreichste:
Die Regale mit den historisch wertvollen Büchern müssen geräumt werden. Der Bestand wird zwischengelagert, während das alte Holzregal abgebaut und das neue Stahlregal aufgebaut wird.

Ein letztes Foto noch, bevor der Abbau beginnt, der leere Raum danach gereinigt wird, und das neu errichtete, 3 Meter hohe Regal – wie detailliert geplant – mit den Büchern bestückt wird.

Etappensieg

Die 1. Etappe der Neuausstattung des Archivs ist geschafft!
Ein Großteil des zwischengelagerten Archivgutes hat in den neuen Regalen von Raum 2 seinen zugedachten Platz gefunden.

Paris und Langenlois – verhüllt

In Paris ist es derzeit der Triumphbogen, der nach Plänen des Künstlers Christo verhüllt ist.

In Langenlois sind es die Schätze des Stadtarchivs, die verhüllt wurden.
Ohne künstlerischen Anspruch, zwischengelagert in geordnetem Chaos, und aus praktischen Gründen geschützt vor Staub während der Umbauarbeiten.

 

 

 

 

 

 

Als erste Ausbaustufe ist der hintere Archivraum vorgesehen.
Die Regale werden aufgebaut und warten darauf, bald befüllt zu werden.

Jahrhunderte alt – und demnächst neu !

Es ist soweit:

Nach monatelangen Planungsarbeiten für eine neue Ausgestaltung des Archivs wurde am 23. August 2021 in Raum 2 begonnen, die alten Holzregale zu leeren und die Archivalien zwischenzulagern. Das Team des Stadtarchives wurde dabei von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes unterstützt.

 

 

 

 

 

Demnächst werden in diesem Raum behutsam Sanierungsmaßnahmen von Professionisten durchgeführt, ehe Stahlregale aufgebaut werden können, um sie mit neu geordneten und sorgfältig inventarisierten Archivalien wieder zu füllen.

Die Aufstellung der neuen Regale wird in drei Etappen erfolgen, wobei der Schutz des eingelagerten Bestandes sowie die Logistik der Zwischenlagerung und der Neuordnung eine besondere Herausforderung darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

Ing. Hörmann vom Team des Stadtarchivs arbeitete mehrere Entwürfe zur Anordnung der neuen Regale aus, ehe letztlich die Variante 5 zur Ausführung gewählt wurde. Prämissen für die Planung waren einerseits die Schaffung zusätzlicher Stellflächen beim vorhandenen Raumangebot und andererseits eine attraktive Anordnung der Regale, damit die besondere Architektur des Raumes noch besser zur Geltung kommt.

Mittlerweile liegen der detaillierte Ausführungsplan und die Terminplanung vor, wonach Mitte November mit Abschluss aller Arbeiten gerechnet werden kann.

Richard Loimer verstorben

Der ehemalige Stadtamtsdirektor Richard Loimer ist am Dienstag, den 27. April 2021 verstorben.

Nach seiner Pensionierung war er viele Jahre lang Leiter des Stadtarchivs und Initiator zahlreicher Veranstaltungen und Veröffentlichungen mit Bezug auf die Geschichte der Stadtgemeinde Langenlois.

Sein umfangreiches Hintergrundwissen über die Geschicke der Stadt und ihre Bewohner war ein unschätzbarer Faktor für die Ordnung im Archiv sowie bei der Aufarbeitung geschichtlicher Rückblicke und historischer Ereignisse.

Blick hinter die Kulissen

Als “Kulissen” sind nicht die beiden Bilder gemeint. Diese zeigen nämlich im Überblick einen Großteil des derzeitigen Bestandes unseres Archivs. Unschwer ist zu erkennen, dass bald nicht nur der Platz zu eng wird, sondern dass auch die Last für manche Fachböden zu groß wird.

Daher ist seit einigen Monaten ein Planungsprozess in Gang, um das Stadtarchiv auf den Stand zu bringen, der den Erhalt des – über Jahrhunderte gewachsenen und bewahrten – reichen Schatzes an Kulturgut auch für die Zukunft sichert.

Führung durch den Langenloiser Friedhof

Große Resonanz fand das Angebot eines geführten Rundganges durch den Langenloiser Friedhof mit Mag. Dorli Demal im Rahmen des “Langenloiser Herbstes”. Sie führte zu den Gräbern einiger Langenloiserinnen und Langenloiser sowie zu den Grabstellen bekannter Persönlichkeiten und erzählte Interessantes aus deren Leben.

 

Weiters gibt es auf der Homepage der heraldisch-genealogischen Gesellschaft ADLER
zahlreiche Fotos von Grabsteinen auf dem Langenloiser Friedhof.

Partensammlung wurde digital erfasst

Eine Fundgrube nicht nur für Familienforscher ist die Partensammlung des Stadtarchivs, die aus über 5000 Parten besteht.
Im Sommer 2020 wurden sämtliche Parten des Bestandes digitalisiert und tabellarisch erfasst.

Auf der Homepage kann unter dem Menüpunkt PERSONEN / PARTENSAMMLUNG Einblick in diese Liste genommen werden, und zwar entweder alphabetisch geordnet oder chronologich gereiht.

 

Die Originale bzw. deren Scans können auf Wunsch und nach Vereinbarung im Stadtarchiv eingesehen werden.