Ein Blick hinter die Kulissen

Am 28. Februar 2024 waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgemeinde Langenlois über Einladung von Mag. Dorli Demal zu Besuch im Stadtarchiv.

Der Blick “hinter die Kulissen” – in die Regale und Bestände des Archivs – bot einen Eindruck über die Arbeit im Archiv und zeigte auf, welche Bedeutung es für die Stadtgemeinde Langenlois hat.

Einen ausführlichen Bericht mit Fotos finden Sie auf der Homepage der Stadtgemeinde Langenlois.

Update und Redesign

Seit November 2015 ist die Homepage des Stadtarchivs online. In diesen vergangenen 8 Jahren haben mehr als 55.000 Besucher unsere Seiten durchgeblättert. Somit haben im langjährigen Schnitt täglich an die 20 Personen nach Informationen zur Geschichte von Langenlois gesucht.

Für den Jänner 2024 zeigt die Statistik folgenden Besucherverlauf:

Aus sicherheitstechnischen Gründen musste nun ein umfangreiches Update eingespielt werden. In Zusammenhang damit wurde auch das grafische Design der einzelnen Webseiten leicht verändert bzw. modernisiert. Diese Arbeiten wurden von der Softwarefirma Gugler, Melk, im Einvernehmen mit Erwin Hörmann vom Stadtarchiv durchgeführt.

Probieren Sie es aus! Lesen Sie zum Beispiel die Beiträge über einige wichtige Gebäude von Langenlois. Haben Sie gewusst, dass es 89 denkmalgeschützte Bauwerke in der Großgemeinde gibt?

13. Niederösterreichischer Archivtag zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit in Archiven“

Landesrat Ludwig Schleritzko überreichte Medaille für Verdienste um das Archivwesen in Niederösterreich und bedankte sich bei allen Archivarinnen und Archivaren des Landes

Das Niederösterreichische Landesarchiv lud am Freitag den 10. November 2023 zum bereits 13. Niederösterreichischen Archivtag mit dem Themaschwerpunkt „Öffentlichkeitsarbeit in den Archiven“. Über 140 Interessierte aus ganz Niederösterreich folgten der Einladung.

Dabei sprach Michael Kitzmantel vom Stadtarchiv Wels über „Öffentliche und politische Wahrnehmung des Stadtarchivs Wels“, Elisabeth Moll vom Stadtarchiv Zwettl über „Von der Notwendigkeit, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen“. Daniel Haberler-Maier referierte über „Keine Zeit, kein Geld? Strategien der Öffentlichkeitsarbeit in Ein-Personen-Archiven“ und Dorothea Demal vom Stadtarchiv Langenlois über „Das Stadtarchiv Langenlois – Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Ein besonderes Highlight war die Überreichung der Medaille für Verdienste um das Archivwesen in Niederösterreich an Mag. Dorothea Demal vom Stadtarchiv Langenlois, die der für Archive und Bibliotheken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko vornahm: „Die Archive sind das Gedächtnis unserer Gemeinden und unseres Landes. Aber was hilft das beste Gedächtnis, wenn es nicht verantwortungsvolle Menschen gibt, die sich auch darum kümmern. Somit ist die jährliche Verleihung und Danksagung für mich ein wesentlicher Bestandteil des Niederösterreichischen Archivtages.“ 

Landesrat Ludwig Schleritzko, Mag. Dorothea Demal

 

„Das Thema des diesjährigen Archivtags ist nicht zufällig gewählt worden. Die hervorragende Arbeit unserer Archivarinnen und Archivare wird zum Teil nicht gebührend wahrgenommen. Wie auch in anderen Bereichen, sollte Öffentlichkeitsarbeit ein fixer Bestandteil unserer täglichen Arbeit werden“, ergänzt Roman Zehetmayer, Direktor des Niederösterreichischen Landesarchivs. 

Als erste Gratulanten reihten sich Archivdirektor Roman Zehetmayer sowie Langenlois- Kulturstadträtin Sonja Fragner und Bezirkshauptmann Günter Stöger ein.

Bezirkshauptmann Krems Mag. Günter Stöger, Archivdirektor Dr. Roman Zehetmayer,
Mag. Dorothea Demal, Kulturstadträtin Mag. Sonja Fragner, Landesrat Ludwig Schleritzko

Presseaussendung NÖ Landesarchiv, © NLK Burchhart

Gruppenbild zusätzlich mit Mutter und Tochter von Mag. Demal,
sowie Mag. Ennser und Ing. Hörmann als Mitarbeiter im Langenloiser Stadtarchiv

© NÖ Landesarchiv Kunerth

 

Spurensuche in Zöbing

Drei Herren aus Zöbing sind seit einiger Zeit auf Spurensuche nach den ältesten Hinweisen zur Gründung der Feuerwehr Zöbing vor etwa 150 Jahren. Am 7.11. begaben sie sich zum wiederholten Male ins Stadtarchiv. Erwin Hörmann vom Archivteam hob alte Protokolle und Akten aus und half bei der Entzifferung von so mancher in Kurrent geschriebenen Textstelle.

Einen diesbezüglichen Volltreffer gab es leider bis jetzt noch nicht. Aber es wurden etliche andere interessante Dokumente und Pläne wieder einmal ans Tageslicht geholt und für eine eventuelle Weiterverwendung eingescannt und gespeichert.

„NS – Zwangsarbeit in Langenlois“ – eine vergessene Geschichte!

Am 6.11.2023 fand im Arkadensaal eine Veranstaltung mit dem Titel „Spurensuche NS – Zwangsarbeit in Langenlois“ statt, 170 äußerst interessierte Gäste konnten begrüßt werden.

Ass.-Prof. Dr. Edith Blaschitz und Karin Böhm von der Universität für Weiterbildung Krems stellten die bisherigen Forschungsergebnisse des Projekts „NS – „Volksgemeinschaft“ und Lager im Zentralraum Niederösterreich“ vor. Dorli Demal sichtete im Sommer die zum Thema „Kriegsgefangene und Zivilarbeiter in Langenlois“ vorhandenen Unterlagen im Archiv und in der Topothek, wertete sie aus und präsentierte nun die Ergebnisse ihrer Recherchen.

 „Langenlois ist dadurch einer der am besten recherchierten Orte geworden“ – so Dr. Blaschitz.

Wir sind immer noch auf der Suche nach Dokumenten, Objekten, Erinnerungen, Fotos aus dieser Zeit. Wenn Sie etwas beitragen können oder möchten, melden Sie sich bitte bei Dorli Demal unter 0664/14 15 409 oder dorli.dema@aon.at.

Dorli Demal hat aus einigen Fotos ihrer Präsentation ein Video gemacht, bitte auf Topothek Langenlois  oder auf den direkten Link zu dem Film: NS-Zwangsarbeit klicken.

 

Volksschule im Archiv

Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Volksschule Langenlois besuchten mit ihren Lehrerinnen am 19. Oktober 2023 das Stadtarchiv. Archivleiterin Mag. Dorli Demal führte durch die Archivräume. Mädchen und Burschen zeigten großes Interesse und durften – ausgestattet mit weißen Handschuhen – so manche alten Bücher und Schriftstücke vorsichtig anfassen.

Anschließend durften die Schüler kleine Aufgaben beim Lesen von Urkunden zu lösen versuchen und wurden dazu animiert, sich selbst im Schreiben der Kurrentschrift zu versuchen. Die Herren Mag. Ennser und Ing. Hörmann vom Archiv gaben dazu Anleitung und Hilfestellung und konnten so manche weitere Fragen der Schüler beantworten.

Nach etwa zwei Stunden ging der Besuch zu Ende, und jedes Kind durfte eine Urkunde als Bestätigung für den Besuch im Stadtarchiv entgegen nehmen.

Marktarchiv Spitz besucht Stadtarchiv Langenlois

Lucas Nunzer, der Leiter des Marktarchivs Spitz, besuchte im Zuge seiner Archivtour durch das Waldviertel und die Wachau am 15. September 2023 unser Archiv. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Handschriftenbestand. Informative Fachgespräche, eine kleine Führung, angeregtes Plaudern über zukünftige Projekte – ein sehr gelungener Nachmittag!

Spannende Entdeckungen

Im Zuge der Umordnung des Archivmaterials in die neuen Regale finden sich immer wieder Schätze, die zwar geordnet, inventarisiert und gut verwahrt sind, aber schon lange nicht mehr gesichtet wurden. Erste Einblicke in die gut verschnürten flachen Mappen zeigen etwa 100 Jahre alte Entwurfs- und Baupläne mit Vorstellungen zur Stadtentwicklung von Langenlois.

Im Inventarverzeichnis zur Gruppe IV. Pläne sind diese Projekte aufgelistet. Es erwarten uns durchaus spannende Entdeckungen im Zuge der Aufarbeitung dieser Bestände.

Image-Film

Der neue Imagefilm des Stadtarchivs kann sich wirklich sehen lassen. Ing. Erwin Hörmann hatte die Idee dazu und gestaltete gemeinsam mit seinem Bruder unentgeltlich diesen Film.

Der Mann hinter der Kamera, Helmut Hörmann, pensionierter Lehrer sowie leidenschaftlicher Zauberer und Bauchredner, wurde nun vor den Vorhang geholt. Bürgermeister Mag. Harald Leopold und Stadtamtsdirektor Karl Brunner haben sich am Montag, den 10. 7. 2023 bei ihm bedankt.

Foto: Ulli Paur

Klicken Sie und schauen Sie sich diesen schwungvollen Film an!

Partensammlung wurde ergänzt

Auf der Homepage des Stadtarchivs sind mehr als 5500 Parten tabellarisch erfasst. Die Namen der Verstorbenen und deren Sterbedatum sind eine umfangreiche Fundgrube für Familienforscher.

Unter dem Menüpunkt PERSONEN / PARTENSAMMLUNG kann Einblick in diese Liste genommen werden, und zwar entweder alphabetisch geordnet oder chronologich gereiht.

Die älteste Parte stammt aus dem Jahr 1842, die Liste endet vorläufig im Dezember 2019.

Die Originale bzw. deren Scans können auf Wunsch und nach Vereinbarung im Stadtarchiv eingesehen werden.